Welches Notebook soll ich wählen?

Eine subjektive Orientierungshilfe

Aktualisiert April 2026

Drei Punkte zum Einstieg (Vorschlag)

  1. Am Nachhaltigsten: Älteren, noch funktionierenden Computer ggf. auf GNU/Linux upgraden und länger leben lassen! Details unten.
  2. Kauf? Erste Orientierung über Computer in diesem Webshop mit nachfolgender Tabelle.
  3. Mehr Info? Details unterhalb der Tabelle lesen.

Übersicht Computer mit vorinstalliertem Linux in diesem Webshop

Kriterium V540TU NS51AU L140PU P775DM3 Ryzen NH57ADS Iris NV41MZ
Marke why! why! why! why! why! why!
Status aktiv aktiv ausverkauft ausverkauft ausverkauft ausverkauft
Leistung hoch hoch hoch i7: hoch
i3: mittel
hoch hoch
Grösse schlank schlank schlank gross mittel schlank
Gewicht leicht (+/- 1.6 kg) leicht (+/- 1.8 kg) leicht (+/- 1.2 kg) schwer (> 4 kg) mittel (+/- 2.5 kg) leicht (+/- 1.4 kg)
Bildschirm 14'' 15.6'' 14'' 17.3 '' 15.6'' 14''
Arbeitsspeicher 16 GB bis 64 GB 16 GB bis 64 GB 8 GB bis 40 GB 8 GB bis 64 GB 8 GB bis 64 GB 8 GB bis 64 GB
Datenspeicher 2 Slots M.2 2 Slots M.2 2 Slots M.2 4 Slots, M.2 und SATA 1 Slot M.2 2 Slots, M.2 und SATA
Preis ab CHF 990 ab CHF 970 ab CHF 890 ab CHF 1'650 ab CHF 1'390 ab CHF 990

 

Computer-Marken in diesem Webshop

Nebst why! (Schweiz) gibt es weitere Computer-Marken mit vorinstalliertem GNU/Linux, beispielsweise die deutsche Marke "Tuxedo". why! selber hat nebst dem eigenen "why!"-Brand gelegentlich auch andere Marken oder "No Name" im Angebot (nicht für den Wiederverkauf vorgesehen, also nicht in diesem Webshop). Ferner verkaufen auch ganz grosse Marken Computer mit vorinstalliertem Linux für den Heim- oder Bürogebrauch – für den Server-Bereich sowieso.

Mit dem Kauf eines Computers in diesem Shop oder bei einer der kleineren Marken unterstützen Sie das lokale(re) Kleingewerbe mit guten, kundenfreundlichen Computern von hoffentlich sympathischen kleinen und mittelgrossen Unternehmen. Nein, wir sind (auch) nicht perfekt.

Unterschiede: Der Fokus liegt nicht unbedingt bei allen Marken auch bei der Hardware auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit. Allerdings sind auf dem Weltmarkt fast nur Bauteile von grossen, internationalen Herstellern verfügbar. Einige Marken monieren denn auch, dass sie ihre Anforderungen an Langlebigkeit oder Reparierbarkeit nicht einfach oder nur reduziert umsetzen können.
Bei allen Angeboten, welche als Betriebssystem eine GNU/Linux-Distribution vorinstalliert haben, entspricht die Software grundsätzlich den Ausführungen im Abschnitt "Nachhaltige Software" unten.

Woher stammen die Bauteile?

In fast allen Fällen, auch bei why! oder Tuxedo, stammen die Bauteile von der taiwanesischen Firma Clevo, eine der weltgrössten ODM-Computer-Herstellerinnen (Auftragsfertigung) mit Fertigung meist in Taiwan oder China. Teile stammen gegebenenfalls aus aller Welt. Notabene bleibt oft unbeachtet, dass um Clevo kaum eine Computer-Marke herumkommt, abgesehen von gewissen Bestandteilen.

Langlebigkeit (durabilité), Reparierbarkeit, Nachhaltigkeit (Hardware)

  • Computer sind nicht besonders "nachhaltig". Faustregel: Je länger Sie Ihr (jetziges) Gerät nutzen können, desto besser.
  • Falls Sie einen älteren, noch funktionierenden Computer haben, der mit dem bisherigen Betriebssystem (oft Windows) langsam geworden ist: Erwägen Sie, darauf ein schlankes GNU/Linux zu installieren.
  • Hinweis: Für viele Anwender/-innen ist weniger die sogenannte Distribution als vielmehr die "Desktopumgebung" massgebend dafür, wie ressourcenschonend ein neues (Linux-)Betriebssystem auf einem alten Computer läuft. Stichworte: Xfce, LXQt und weitere. Letzeres, LXQt, wird in der offiziellen Ubuntu-Variante Lubuntu verwendet und ist nicht ganz so leichtgewichtig, vielleicht ähnlich wie der MATE-Desktop.
  • Als freundliche, gefällige Linux-Distribution wird in letzer Zeit Linux Mint gelobt, erhältlich in den Ausgaben (Desktopumgebungen) Cinnamon, Xfce oder MATE. Ferner ist eine LMDE-Ausgabe erhältlich (Linux Mint Debian Edition). Für den Einstieg kann Cinnamon gewählt werden.
  • Falls Sie Unterstützung benötigen: Es gibt Installationsanleitungen zum Selbermachen. Wer sich das nicht zutraut, kann in einigen Linux Install Cafés (die manchmal zusammen mit Repair-Cafés stattfinden) oder auch bei lokalen Linux User Groups (anfragen/voranmelden) vorbeigehen. Ferner können unregelmässig stattfindende Linux-Presentation-Days eine erste Einführung in Linux geben oder Linux kann ausprobiert werden. Info und weitere Linux-Anlässe auch auf linux-events.org.

Nur wenige Computer-Anbieter setzen ausdrücklich auf Reparierbarkeit und damit auf längere Lebensdauer. Zu den positiven Beispielen kann why! gezählt werden.

Welchen Computer wählen?

Wenn's doch ein neuer Computer sein soll, können Sie erwägen, aus der zurzeit kleinen Auswahl ein Gerät von why! open computing SA aus Prilly, VD, Schweiz, zu kaufen. Wie erwähnt gibt es natürlich auch andere, meist ausländische bzw. internationale Anbieter. Auch unser Shop bietet zurzeit why!-Computer im Wiederverkauf an.

why! geht davon aus, dass ihre reparierbaren und aufrüstbaren Computer länger leben.

Beachten Sie auch unseren Artikel zu why!-Computer.

Subjektive, grobe Einschätzung aufgrund einiger Kriterien:

Leistung

Vorsicht: nicht alle Benchmarks sind unumstritten oder bringen dieselben Resultate! Ferner ist der Prozessor nicht der einzige Faktor, der die wahrnwehmbare Leistung bestimmt.

  • Bei einem der Leistungsvergleiche (Benchmarks), cpubenchmark.net, gehören die Prozessoren aller aktuell angebotenen why!-Modelle zu den High-End-CPU, also zu den sehr leistungsfähigen Prozessoren/CPU.
  • Die Leistungs-Spannbreite der dort aufgeführten CPU ist allerdings gross.
  • Viele andere Aspekte können die Leistung beeinflussen. Dazu zählen allgemein etwa die Anzahl Kerne (cores), Arbeits- und Datenspeicher, Grafikkarte und nicht zuletzt die Software selber.

Arbeitsspeicher und Datenspeicher

Arbeitsspeicher (RAM) ist der flüchtige Speicher, den das "Hirn" zum Arbeiten zur Verfügung hat. Arbeitsspeicher und Prozessoren (CPU) können traditionell zusammen angeschaut werden. Bei heutigen Prozessoren wären allenfalls sehr kleine Arbeitsspeicher problematisch. Heutige Rechner mit mindestens 8 oder 16 GB RAM arbeiten in vielen Fällen befriedigend. Wer höhere Ansprüche oder besonders speicherhungrige Programme benötigt, kann bereits heute beim Kauf mehr GB wählen. Wer an die Zukunft denkt, kann den Computer ebenfalls bereits beim Kauf grosszügiger mit RAM bestücken lassen oder aber in ein paar Jahren zusätzlichen Speicher selber einbauen.

Der Datenspeicher, entweder als herkömmliche Festplatte oder heute meistens als Solid State Disk (SSD) ohne mechanische, rotierende Scheiben, wird gelegentlich überschätzt. Allerdings benötigen Ton-, Bild- und Videodateien seit jeher viel Platz. Entsprechend kann beim Kauf oder später etwas mehr Datenspeicher gewählt bzw. nachträglich eingebaut werden. Wer grosse Dateien abspeichern muss wird wohl besser fahren, für einen Aufpreis bereits beim Kauf 1 TB oder mehr zu bestellen. Viele Rechner haben zwei Datenspeicherplätze, um zwei physisch separate Disks einbauen zu können.

Gewicht

Unter 2 kg Gewicht darf sicher als ein leichtes Notebook bezeichnet werden. Noch leichtere — sehr leichte — Laptops sind meistens kleiner. Unklar ist, ob sehr leichte und dünne Geräte womöglich fragiler oder weniger robust sind — Notebooks sind naturgemäss schon etwas fragil.

Grösse

Die Bildschirm-Grösse (Diagonale) ist bei Notebooks ein indirekter Hinweis auf die Abmessungen Breite und Tiefe.

Beachten Sie: why!-Geräte sind reparierbar, Teile also nicht verleimt. Deshalb sind sie vielleicht nicht immer ganz so schlank bzw. dick, jedoch meistens um die 3 cm dick oder weniger.

Bildschirm

Die Bildschirm-Diagonale wird meistens in Zoll angegeben.

  • 14 Zoll-Displays gelten als klein, aber nicht winzig, für viele Leute noch akzeptabel zum Arbeiten, beispielsweise unterwegs. Vorteil: das Notebook ist entsprechend klein. Stationär kann immer noch ein Bildschirm angeschlossen werden.
  • +/- 15 Zoll gelten als mittelgross.
  • +/- 17 Zoll gelten als gross und die Bildschirmgrösse kommt näher an nicht mehr tragbare Schirme heran.

Material und Recycling why!-Computer

Ist das Material, aus denen why!-Computer bestehen, besonders nachhaltig, fair oder ethisch? Nein. why! schreibt in ihren FAQ, dass why! nicht die Produktionsmengen habe, um Einfluss auf die Arbeitsbedingungen zu nehmen. Aber ein Gerät, das länger hält, verbraucht weniger Rohstoffe und verursacht weniger Abfall.

Ab 2025 hat why! ein Modell im Angebot (V540x), das einen Anteil an rezykliertem Material aufweist.

In der Computer-Industrie dürfte es, selbst bei Peripherie-Geräten, weltweit fast keine überzeugenden Beispiele von durchwegs nachhaltiger oder fairer Produktion geben. Die hohe Zahl an vielfältigsten Bestandteilen, die Kostenaufteilung und die Lieferketten als "fair" darstellen zu wollen, könnte möglicherweise irreführend sein. Auftragsproduktionen wie etwa why!-Computer enthalten zahlreiche Bauteile, die teilweise in riesigen Mengen "einheitlich" von ein paar wenigen grossen Firmen hergestellt werden. Einzelne Hersteller versuchen tatsächlich oder rhetorisch, ihre Emissionen zu reduzieren. Beispielsweise kündigte im 2021 die taiwanesische TSMC, eine der weltgrössten Halbleiter- und Chip-Herstellerfirmen (Marktwert Ende 12.2025 ca. 9 x grösser als Intel), an, ihre Netto-Emissionen bis 2050 auf null reduzieren zu wollen.

Recycling am Ende der Lebensdauer: Defekte oder alte why!-Computer sollten nicht so schnell ins Recycling wandern, wenn sie noch repariert werden können oder wenn ein schlankes Unix/Linux installiert werden kann, siehe auch Abschnitt "Langlebigkeit ..." oben. Falls Sie das Gerät jedoch entsorgen müssen oder wollen, könnten Sie why! fragen, ob sie den Computer zurücknehmen wollen, um eventuell ältere Occasions-Ersatzteile an Lager zu nehmen. Ansonsten erfolgt das Computer-Recycling in der Schweiz nach dem Swico Recycling-System.

Nachhaltige Software

Im weiteren Sinn darf zu digitaler Nachhaltigkeit gezählt werden, dass ein Produkt (hier: Software) u. a. langfristig und ohne Einschränkungen verfügbar ist. Wichtig sind weitere Aspekte, bei denen eine gegenseitige Abhängigkeit (Interdependenz) von Soft- und Hardware besteht. Das kann sich auf die Langlebigkeit von einzelnen Computern ebenso wie systemisch auswirken:

  • Standards, Interoperabilität und Kompatibilität, Plattformunabhängigkeit, Transparenz, Sicherheit usw.
  • weniger Abhängigkeit, Lock-in-Effekt vermeiden,
  • weniger softwarebedingte Obseleszenz.

Im Kleinen kann das bedeuten, dass ein älterer, noch gut funktionierender Computer ohne grosse Schwierigkeiten möglichst lange weiterbetrieben werden kann. Software bzw. die dahinter stehende Anbieterin kann Ihnen das jedoch faktisch "verbieten". Ein Beispiel: Zwangs-Upgrade, das die Hardware gar nicht mehr verträgt.

Vielmehr sollte das, was als fortschrittliche Informatik bezeichnet werden kann, normal und selbstverständlich sein.

Im engeren Sinn kann Software unterschiedlich energie- und ressourceneffizient sein. Das Schürfen von Kryptowährungen mag ein extremes Beispiel sein. Ein Fachartikel erläutert diese Zusammenhänge im Detail und erwähnt einen weiteren, bereits angesprochenen Punkt: "Software darf nicht zur Erneuerung bestehender Hardware aufgrund höherer Leistungsanforderungen beitragen."

Es kann behauptet werden, dass ein Ökosystem aus Soft- und Hardware, das Aspekte einer "fortschrittlichen Informatik" enthält und beispielsweise Abfallberge nicht durch vorzeitiges Wegwerfen unnötig vergrössert, insgesamt nachhaltiger ist als herkömmliches Computing. Computer mit vorinstalliertem GNU/Linux, so u. a. why!-Computer, sind Beispiele, welche die genannten Aspekte sowohl seitens Soft- als auch Hardware zu berücksichtigen versuchen.

 


Letzte Änderung: 28.04.2026